Die Gründung

Gründung
DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR:

 

 Die Freiwillige Feuerwehr Marktleugast wurde als 8.  Wehr im Landkreis Stadtsteinach am 15.09.1871 

 gegründet. Insgesamt waren 42 aktive Mitglieder tätig. Der Pflichtfeuerwehr gehörten laut denn 

 Aufzeichnung 211 Mitglieder an. Uniformen.  Dunkelgrauer Gradelstoff, sonstige Ausrüstung, Helme,

 Gurte, Steigerausrüstung vollständig, Kosten DM 25,-

 Zahl der Löschgeräte:

 1 Druckspritze ohne Saugwerk,
  4-Rädrige, nicht abprotzbar
  1 Anstellleiter mit Stützstange
  1 Anstellleiter ohne Stützstange
  3 Hackenleitern
  2 Dachleitern
  3 Trompeten
  2 Huppen
  Diverse Pfeifen, Branddirektionsfahnen, Steiglaterne

 Dienstleistungen im Jahr 1886   2 Pflichtfeuerwehr – Übungen
                                                   8 Freiw. Feuerwehr – Übungen

Das Feuerwehrhaus war im Schulhaus untergebracht. Brunnen im Orte Marktleugast waren 24 Stück

vorhanden und ein Feuerlöschweiher. Durch den Markt fließt der Länge des Ortes nach ein Bach.

Schreiben an das königliche Bezirksamt v. 11 Februar 1872

Die gehorsamste unterzeichnete Vorstandschaft der Freiwilligen Feuerwehr dahier, bringt in der Anlage ihre Statuten ein und stellt die Bitte, es wolle denselben sowie auch dem Verein selbst, die gleichzeitige Genehmigungen gnädigste erteilt werden.
Genehmigung zeichnet eines königlichen Bezirksamtes gehorsamster Vorstandschaft

Meisel, Vorstand
Degner , Hauptmann
Josef Pezold, Adjutant
Johann Pezold  , Zugfüher

Schreiben an das königliche Bezirksamt v. 29.02.1872
Auf hohen Auftrag des königlichen Bezirksamts v. 15.02. des Jahres folgt hiermit eine Abschrift der Statuten des Feuerwehrvereins zu Marktleugast.

Mit Hochachtung zeichnet
GEHORSAMSTER PEZOLD, SCHRIFTFÜHRER

 

Am 24.05.1874 wurde durch die königliche Regierung von Oberfranken der Freiwilligen Feuerwehr der erste Zuschuss in Höhe von 20 fl zur Verfügung gestellt. Bereits im Herbst des gleichen Jahres wurde mit Schreiben von 18.11.1874 an das königliche Bezirksamt Stadtsteinach berichtet: Pflichtfeuerwehr wird erwogen, weil den Gegnern der Wehr kein andere Anschauung beizubringen ist.

GEHORSAMSTER MEISEL, BÜRGERMEISTER

 

In einem am 20.06.1875 an die Regierung zu erstattenden Bericht hat die Freiwillige Feuerwehr Marktleugast gemeldet:

40 aktive Mitglieder – 5 Steiger – 15 Retter – 20 Spritzmannschaft

Im gleichen Jahr hatte die Wehr verschiedene Schläuche angeschafft. Da eine Bezahlung durch die Gemeinde nicht erfolgte, wurde mit Schreiben von 18.11.1875 an das königliche Bezirksamt Beschwerde geführt, die von Nikol Titus, Weißgerber gefertigt war.
Am 13.06.1878 wurde die ersten Neuwahlen anlässlich einer stattgefunden Generalversammlung durchgeführt. Es hat sich folgende Vorstandschaft konstituiert:


1. Vorstand                                                   Lehner Michael, zugleich Schriftführer      
Hauptmann:                                                 Josef Pezold        
Kassier:                                                         Anton Haas
Zugführer der Steiger:                                Johann Rödel
Zugführer der Spritzmannschaft.             Johann Greim
Rottenführer:                                                Baptist Scherdel, Friedrich Korzendörfer,
                                                                       Johann Gareis

Wenige Monate später am 29.10.1878 traf der zweite bewilligte Zuschuss in Höhe von 40 Mark ein. In den darauf folgenden Jahren herrschte nach den Aufzeichnungen Einmütigkeit bis im Jahr 1890 anlässlich eines Brandes mehrere Feuerwehrleute ernsthaft verletzt wurden. Da seitens des Bezirksamtes trotz erfolgter Beantragung kein Zuschuss für die verletzten Wehrmänner gezahlt wurde, wurde mit Schreiben von 01.03.1891 eine Beschwerde vom damaligen Vorstand der Wehr, Josef Pezold, beim königlichen Bezirksamt eingereicht.
Das es die Feuerwehrmänner mit ihren Gerätschaften schonend umzugehen ernst meinten, zeigt ein Schreiben vom 02.08.1899 an das königliche Bezirksamt wo Anzeige erstattet wurde, dass ein Weber der Gemeinde eine Spritze und Schläuche aus dem Spritzenhaus entnommen hat und in die Strobelsche und Münchsche Fabrik gebracht haben soll. Anlässlich eines Patrollienganges wurde festgestellt, dass die Spritze zum Wasserpumpen in der Fabrik verwendet wurde, meldet damals der amtierende Sergant Andreas Vogt.

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